Bazon Brock „Vom Bewohner zum Bürger – Gemeinschaftsbildung“.

Bazon Brock sprach am 08.Januar 2018 vor einer dicht gedrängten Zuhörerschaft in der Kulturschmiede zum Thema

„Vom Bewohner zum Bürger  –  Gemeinschaftsbildung“.

Völlig frei und überaus kompliziert vorzutragen und trotzdem seine Zuhörer 1,5 Stunden in den Bann zu ziehen ist allein schon eine Meisterleistung. Nur durch Zuhören alles verstehen wollen, was Bazon Brock ausführt, erscheint unmöglich. Bazon Brock muss man lesen oder seinen Vortrag noch einmal Satz für Satz rekapitulieren, um den intellektuellen Provokateur, so seine Selbsteinschätzung, in all seinen Facetten nachvollziehen zu können.  Hängen geblieben ist bei vielen sicherlich die fulminante Schlusssequenz seiner Ausführungen: Nirgendwo gäbe es bisher den Kapitalismus wie ihn Bazon Brock für wünschenswert hält. In der heutigen kapitalistischen Realität gehe es um Vernichtung des Konkurrenten und um den Kampf um Subventionen. Wirklich freier  Kapitalismus  sei notwendig, also so etwas wie vollständiger Wettbewerb, der Andersartigkeit, Vielfalt und Kreativität freisetzt. Das provoziert durch seine Affinität zum Neoliberalismus und regt gleichzeitig zur Nachdenklichkeit und Kritik der bestehenden Verhältnisse an.
(Peter Hennicke)
 

Ein Gedanke zu „Bazon Brock „Vom Bewohner zum Bürger – Gemeinschaftsbildung“.“

  1. Hier – eine epilogische Notiz mit einem Zitat von „Augusto Boal“:
    „Wir alle sind Schauspieler, wir sind alle Handelnde. Bürger ist nicht, wer in einer Gesellschaft lebt. Zum Bürger wird, wer die Gesellschaft verändert.“

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