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Filmcafé: Volker Schlöndorff: Homo Faber (nach Max Frisch)
Auf einer Flugreise trifft der 50-jährige emotionslose Unesco-Ingenieur Walter Faber auf den Bruder seines Studienfreundes Joachim Henke. Ein Streit um Fabers Jugendliebe hatte die beiden entzweit. Faber plant, ihn zu besuchen, doch bevor er bei ihm ankommt, begeht Joachim Selbstmord. Fabers Leben gerät ins Wanken und er ergreift die Flucht. Auf einem Schiff nach Europa lernt er die 20-jährige Sabeth kennen, die ihn mehr und mehr fasziniert.
Bereits Mitte der 1970er Jahre hatten die Paramount-Studios Volker Schlöndorff eine Verfilmung des Stoffes angeboten, was dieser jedoch ablehnte, weil er Schwierigkeiten in der Umsetzung sah. 1988 weckte jedoch eine Lebenskrise das Interesse Schlöndorffs an der Vorlage. Als seine Motivation für die Verfilmung des Romans gab er an, dass es ein Meisterwerk der europäischen Literatur sei, an dem er nicht vorbeikomme. Nachdem die Filmrechte 30 Jahre lang durch verschiedene Hände gegangen waren und Anfang 1988 wieder an Max Frisch zurückgingen, kam ein Kontakt zwischen Autor und Regisseur zustande. Anfang April 1990 begannen die Dreharbeiten; im März 1991 kam der Film in die deutschen Kinos. In der Schweiz startete er am 12. Mai 1991; wenige Wochen nach Frischs Tod.