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SUMMARY:Literaturcafé: Mascha Kaléko\, Ich tat die Augen auf und sah das Helle
DESCRIPTION:Liebe Freundinnen und Freunde der Literatur! \nHiermit lade ich euch ganz herzlich ein zu unserer ersten Literaturcafé-Lesung im Frühling: \n  \nMontag\, 10. März 2025\, 19:00h – Mascha Kaléko\, Ich tat die Augen auf und sah das Helle\, 2025) \nEs geht um sie: \nMascha Kaléko\, geboren 1907 in Polen\, gestorben 1975 in der Schweiz. \n»Die undeutscheste deutsche Dichterin\, (sie) hat die elegantesten\, traurigheitersten Gedichte seit Heinrich Heine geschrieben. Was für ein Schatz an Form\, Schönheit und weiser Melancholie!« schreibt Michael Kehlmann im Vorwort der von ihm ausgewählten Gedichtsammlung anlässlich ihres 50. Todestages. \nEs geht bei allen ihren Gedichten um uns. Ihr Ich ist meines\, ihre Fröhlichkeit\, Unerschrockenheit\, aber auch Trauer und Melancholie ist unbedingt unsere. Wenn man jetzt Maschas Version des allzu frühen Osterspaziergangs liest\, dann gibt es Hoffnung auf die Zeit\, „sich ernstlich zu verlieben…“ \nEs freut sich sehr \nJens Clausen \nOsterspaziergang \nGanz unter uns: Noch ist es nicht so weit. \nNoch blüht kein Flieder hinterm Heckenzaune. \nDoch immerhin: Ich hab ein neues Kleid\, \nBürofrei und ein bißchen Frühlingslaune. \nWas hilft uns schon das ganze Trübsalblasen – \nDa weiß ich mir ein bessres Instrument.\nIch pfeife drauf… Mich freut selbst kahler Rasen. \nUnd auf das Frohsein gibt es kein Patent. \nMich fährt die Stadtbahn auch ins freie Feld\, \nMir weht der Märzwind gleich den Weitgereisten. \nIch hab mein‘ Sach‘ diesmal auf nichts gestellt. – \nDas kann man sich noch leisten. \nBlau ist der Himmel wie im Bilderbuch. \nDie Vögel zwitschern wie in Frühlingsträumen. \nHerb mischt die Waldluft sich mit Erdgeruch \nUnd frühem Duft von knospig reifen Bäumen. \nDie Sonne blickt schon ziemlich intressiert. \nUnd wärmt beinah. – Doch\, während ich sie lobe\, \nVerschwindet sie\, von Wolken wegradiert.\nEs scheint\, sie scheint nur Probe. \nGanz unter uns: Noch kam der Lenz nicht an\, \nObgleich schon Dichter Frühlingslieder schrieben. – \nErst wenn man frei auf Bänken sitzen kann\,\nDann wird es Zeit\, sich ernstlich zu verlieben….
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