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Filmcafé: Volker Schlöndorff, Der Waldmacher (2022), vorgestellt von Prof. Dr. Peter Hennicke

Freitag, 16. Januar 2026 um 19:30 - 21:30

Der Waldmacher – Ein Film  von Volker Schlöndorff (2022) führt das Publikum in eine afrikanische Welt, in der der Wald Grundlage für das Leben ist. Die Dokumentation erzählt von Mut, Beharrlichkeit und den oft unsichtbaren Helden des Alltags: Denjenigen, die Wälder wieder wachsen lassen –  in der Natur  und als Lebensgrundlage für Menschen.

Der Film dokumentiert die bahnbrechenden Bemühungen von Tony Rinaudo und von afrikanischen Dorfgemeinschaften, die Wälder in ariden Regionen wiederherzustellen, Landschaften zu stabilisieren und ländliche Gemeinschaften zu stärken. Tony Rinaudo, oft als „Der Waldmacher“ bezeichnet, entwickelt und verbreitet praktische, bodenständige Ansätze zur Aufforstung, die von den  Bedürfnissen lokaler Gemeinschaften ausgehen. 2018 erhielt er dafür den Alternativen Nobelpreis, im November 2025 wurde ihm der Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis verliehen. 
Volker Schlöndorff bringt sein Gespür für Menschen, seine ästhetische Klarheit und seinen Anspruch an politische Relevanz in dieses dokumentarische Projekt ein.

Der Film richtet sich an ein breites Publikum – an alle, die sich für Umweltfragen, nachhaltige Entwicklung, globale Gerechtigkeit und die transformative Kraft von Gemeinden im globalen Süden interessieren.

Prof. Dr. Peter Hennicke, zwischen 2003 und 2008 Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie  wird in das Thema einführen. Im Anschluss an den Film besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Inhalt:
Der australische Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo kommt nach Niger, um die Ergebnisse seiner 1981 begonnenen Arbeit zu begutachten. Damals als junger Mann, direkt nach dem Studium, kam er dorthin, um die Ausbreitung der Wüsten aufzuhalten, die Hungersnot einzubremsen. Die landwirtschaftliche Nutzung hatte die Böden ruiniert, und die Ernte sinken lassen. Rinaudo versuchte zunächst, in der Wüste Bäume anpflanzen zu lassen. Trotz hoher Kosten scheiterte dies, weil ein Großteil der Setzlinge wieder einging. Doch dann entdeckte er, dass sich unter dem vermeintlich toten Boden ein gewaltiges Wurzelnetzwerk befindet, das die Grundlage für eine beispiellose Begrünungsaktion werden kann. Durch eine simple Schnitttechnik, die er entwickelte und den afrikanischen Bauern beibrachte, gelang es, die Anbauerträge zu steigern und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Jetzt nach Jahren kann die damals begonnene Aktion als Erfolg gewertet werden.

Details

Datum:
Freitag, 16. Januar 2026
Zeit:
19:30 - 21:30