Generationentalk F4F

Bis auf den letzten Platz war die Hütte gefüllt, als letzten Mittwoch die Kulturschmiede zum Generationentalk geladen hatte. Über 40 Zuhörer zwischen 15 und 75 Jahre, darunter auch Oberbürgermeister Andreas Mucke und Bezirksbürgermeisterin Ulla Abé, folgten der generationenübergreifenden Diskussion zwischen den Wuppertaler Aktivisten von Fridays for Future Jonah Näckel und Jule Ellis mit Prof. Dr. Peter Hennicke, zum Thema Energiewende und Klimaschutz. „Es ist erstaunlich, welch fundiertes Fachwissen ihr euch in so kurzer Zeit angeeignet habt“, lobte Hennicke, der seit über 30 Jahren zur Energiewende forscht, zum Ende der Veranstaltung seine Mitdiskutanten, die auch viel Zuspruch für ihr Engagement vom Oberbürgermeister und aus der Zuhörerschaft ernteten. Eines machte der Generationentalk ganz deutlich: viele Menschen, auch Ältere, fordern eine erheblich engagiertere  Klimaschutzpolitik und  unterstützen deshalb die  Schüler*innen solidarisch  und begeistert bei ihren Aktionen. Dazu wurden am Abend auch neue Ideen für Aktionen entwickelt und die Cronenberger Woche erklärte sich spontan dazu bereit, Armbänder für Fridays for Future zu vertreiben. Peter Hennicke gab Exemplare eines neuen Buches zur „Energiewende in Europa“ aus dem Wuppertal Institut  gegen eine Spende an Fridays for Future ab, wobei über 170 Euro zusammenkamen. Moderator Oliver Wagner hatte alle Hände voll zu tun, die vielen Publikumsfragen und Ideen zu koordinieren. „Das muss unbedingt noch einmal wiederholt werden“, war dann auch eine oft gehörte Forderung. Die „Fridays“ zogen das positive Fazit, dass solche Veranstaltungen ihnen enorm den Rücken stärken würden. Forsetzung folgt ...

Solidarisches Bürgerticket mit Jan Niko Kirschbaum

Viel positive Resonanz für die Idee des Solidarischen Bürgertickets erhielt der Sprecher der Wuppertaler Initiative Jan Niko Kirschbaum am gestrigen Mittwoch in der Kulturschmiede. Der unkonventioneller Vorschlag, wonach alle Bürger Wuppertals zusammen den ÖPNV finanzieren und ihn dann auch alle gleichermaßen ohne zusätzliches Ticket nutzen dürfen, warf aber auch viele Fragen auf und so konnte nach einem spannenden Vortrag intensiv diskutiert werden. Einig waren sich die Anwesenden, dass die Qualität und die Finanzierung des ÖPNV verbessert werden muss. Wie das Konzept des Solidarischen Bürgertickets im Detail aussehen soll, ist dabei noch nicht sicher. Hier zeigte sich Referent Jan Niko Kirschbaum sehr offen für Ideen. Dabei liegt die wesentliche Herausforderung darin, ein solches System möglichst gerecht zu finanzieren, ohne es zu kompliziert zu machen. Nun wird das Konzept bald in einem Pilotversuch in der Elberfelder Nordstadt getestet. Wenn es sich da bewährt, darf man darauf hoffen, dass die bislang in weiten Teilen zurückhaltende Politik in Wuppertal mutiger wird und einen stadtweiten Versuch wagt. Da wäre es gut, wenn die Landespolitik einen Rahmen vorgeben würde, der die Erprobung solcher Ideen fördert, weil sie zur Entlastung des Verkehrs und zu einer Reduzierung von Luftschadstoffen sowie CO2 in unseren Städten beitragen. Denn das wäre ein großer Gewinn für die Lebensqualität aller, auch derer, die mit dem Auto unterwegs sind. Oliver Wagner

 


	

„Cronenberg will mehr Solar“ mit EnergieAgentur

Mit fast 40 interessierten Cronenberger/innen war die Kulturschmiede proppenvoll. Mit einer so starken Nachfrage hatten die Organisator/innen der EnergieAgentur und von "Cronenberg will mehr Solar“ nicht gerechnet. Nach einem einführenden Folienvortrag, der über verschiedene Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Solarenergienutzung aufklärte sowie die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen näher brachte, konnten Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Für die Beantwortung standen neben der EnergieAgentur auch Vertreter/innen der Wuppertaler Stadtwerke und der Bürger-Energiegenossenschaft sowie der „Initiative „Cronenberg will mehr Solar“ zur Verfügung. Dabei wurde deutlich, dass das anwesende Publikum schon sehr gut vorbereitet war und teilweise sehr konkrete Fragen zu technischen Lösungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatte. Im Nachgang konnten noch Einzelgespräche geführt werden. Am  Ende zogen alle eine positive Bilanz der Veranstaltung und sind sich sicher, dass das Thema Solarenergienutzung in Cronenberg weiter an Fahrt aufnehmen wird. Bereits jetzt steht fest, dass es auch wieder eine Solarmesse geben wird. Am 9. November wird diese wieder bei Knipex stattfinden.

2. „Saat und Gut“ Pflanzentauschbörse in der Kulturschmiede

Es war ein vielfältiges Treffen mit Sammeln und Verteilen von Etagenzwiebeln, Heliopsis, Summernights, Tomaten, Gurken, Wirsing, viele Sorten Sonnenblumen, neue Kontakte zu Gärten im Umfeld, und eine herzliche Wissensvermittlung auch von Fachleuten aus Wald und Feld.
DANKE an Euch alle.
DANKE auch an Petrus, der immer genau abgewechselt hat mit Sonnenschein und Regen für kleine konstuktive Kaffeepausen.

 

 

In Ahaus wurde heute gegen Atommüll-Transporte demonstriert und die Kulturschmiede war dabei.

Ahaus drohen noch in diesem Jahr neue Castor-Transporte: aus dem Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München und aus dem stillgelegten AVR in Jülich. Beide sind hochproblematisch: Bei den Brennelementen aus dem FRM II handelt es sich um hochangereichertes und damit waffenfähiges Material (87% U235); mehrfache Genehmigungsauflagen zur Umrüstung auf niedrig angereichertes Uran wurden von den Betreibern des FRM II ignoriert, ohne dass die bayrischen Aufsichtsbehörden eingeschritten sind. Während des Betriebs des AVR in Jülich haben mehrere gravierende Störfälle stattgefunden, die teilweise vertuscht worden sind. Niemand weiß, in welchem Zustand sich die radioaktiven Kugel-Brennelemente in den Behältern befinden, denn er wurde nicht ordnungsgemäß dokumentiert. Unfassbare Zustände!

1600 Menschen gingen für Ahaus und die Region auf die Straße zusammen mit
83 landwirtschaftlichen Treckern – diese Angaben sind von uns vor Ort verbindlich ermittelt worden.

 

Ein Klavier, ein Klavier ist eingeweiht … am 03. März 2019 um 11.00 Uhr

Wolfram Cramer zu Clausbruch ist der Kulturschmiede sehr verbunden und hat uns allen heute, am Karnevals-Sonntag die große Freude gemacht, das Klavier zum ersten Mal zu spielen. Seine Überraschung war groß und er sagte, dass so voll klingt wie ein Flügel mit langen Saiten – obwohl es so klein ist.
Jetzt ist das Klavier „freigegeben“ für Veranstaltungen aller Art und Weise.
Herzlich Willkommen !!

„Albatross“ Filmabend in der Kulturschmiede


Greenpeace Wuppertal hat den Film „Albatross“ in der Kulturschmiede gezeigt. Danke an das Team. Wir durften über das Leben der Albatrosse mit wunderbaren Bildern viel erfahren, jedoch auch über ihr Vertrauen, dass alles was auf den Meeren schwimmt zu ihrer Ernährung und der Aufzucht der Jungen dient. So füllen sie ihren Magen mit Plastikmüll wie Flaschendeckel, ganze Zahnbürsten und Folien usw. fliegen zu den Jungen, die alle am Ufer auf sie warten, öffnen den riesigen Schnabel und die Jungen ziehen sich den ganzen Müll heraus und schlucken alles hinunter. Dann verenden sie schmerzhaft und jämmerlich in unendlicher Qual.
Diese Bilder wird niemand vergessen beim weiteren Konsum.

 

„BRAND III“ Filmabend mit Susanne Fasbender


Die Künstlerin Susanne Fasbender bereiste das Rheinische Braunkohlenrevier und schuf ein mehrteiliges umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss.
Aus der Triologie haben wir nun den letzten Teil gesehen. Es ging um die Aktivisten, die seit mehr als 5 Jahren für die Rettung des Hambacher Forst einstehen und dort unter sehr eingeschränkten Lebensbedingungen Widerstand leisten. Danke an Susanne Fasbender, die danach für Fragen und Gedanken zur Verfügung stand.
Auf die Frage, ob das denn alles nicht nur nur eine Frage der Zeit wäre und dann von RWE „plattgemacht“ würde? Darauf berichtete ein Besucher, der in Sachen Umweltschutz seit vielen Jahren in der Welt unterwegs ist, dass er kürzlich auf einem Kongress in Australien gebeten wurde, zu berichten, wie wir das mit dem Kohleausstieg hinkriegen würden. Sie alle kannten die Aktionen im Hambacher Forst. Kohleexport deckt mehr als 60% des Haushaltes von Australien.

Cronenberger Hüttenzauber 2018 in der Kulturschmiede

O-Ton einer Besucherin der Kulturschmiede:

„Das war schon einfach klasse: neben der wunderschönen Wand-, Tisch- und Tafeldekoration gab es dazu noch die herrlichen Bastelsachen von Rosi. Das Frauenteam in der Küche war perfekt: ohne viele Worte lief alles Hand in Hand. Es wurden Waffeln an mehreren Eisen gebacken und dann zubereitet, Kaffee gekocht und ausgeschenkt, gespült und abgetrocknet, Bestellungen angenommen und ausgegeben, … – und dann wurde gelegentlich auch noch gescherzt.
Am späten Nachmittag war es so voll in der Kulturschmiede, dass Oliver es mit seinem Worten „Hölle, Hölle, Hölle“ (eigentlich ein Ausruf in einem Song von Wolfgang Petry 🙂 ) die Lage richtig beschrieb. So viele Besucher befanden sich in der Kulturschmiede. Es war so ‚brechend voll‘, dass man keinen Schritt mehr vor den anderen setzen konnte. Ein großartiges Event – der gesamte Hüttenzauber.“

Kiddies Day in der Kulturschmiede

Zukunftscampus Digitalisierung:
Kiddies Day in der Kulturschmiede am 17. November 2018 von 10 – 12 Uhr

Kann man sich Roboter in einem denkmalgeschützten, dörflich anmutenden Umfeld vorstellen? Man konnte! Kinder und Jugendliche waren eingeladen, am 17. November im historischen Ortskern von Wuppertal-Cronenberg, genauer gesagt in der Kulturschmiede, verschiedene Lern-, Spiel- und einen Serviceroboter zu testen. Schon vor Beginn der Veranstaltung waren ein paar junge Menschen anwesend, die zu dieser Zeit noch in Ruhe die ‘robots‘ bedienen konnten. Denn gegen 10 Uhr änderte sich das schlagartig: zahlreiche Kinder in Begleitung ihrer Eltern füllten den großen Raum der Kulturschmiede und die digitalen Spielgeräte wurden alle schnell in Beschlag genommen.

Rainer Becker von der Entrance GmbH in Wuppertal präsentierte an diesem Vormittag allen Besuchern digitale Spielzeuge, die per App und mittels KI (Künstliche Intelligenz) gesteuert werden können.

Das Unternehmen ENTRANCE – Gesellschaft für Künstliche Intelligenz und Robotik mbH wurde in diesem Jahr übrigens in der Kategorie “Jungunternehmen des Jahres“ mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis gekürt.

Eine digitale Carrerabahn von Anki Overdrive mit einer Fahrbahn aus dünnen, flexiblen Matten, die über Magnete zusammengehalten werden, war aufgebaut und spielbereit.
Die Kinder konnten den Fahrzeugen am Tablet per App eine Aufgabe zuweisen und eine Lösung abwarten, denn jedes Fahrzeug scannt die Fahrbahn 500 Mal in der Sekunde. Unterstützt von der KI bestimmen Sensoren und Algorithmen Position, Geschwindigkeit und Weg. Alle Positionen der mitfahrenden Fahrzeuge werden für jeden Mitspieler analysiert. Tausende von Möglichkeiten über vier Dimensionen hinweg sind möglich, und es wird jedem Mitspieler immer die bestmögliche Strategie geboten. Die KI ‘denkt‘ immer mehrere ‘Züge‘ im Voraus. Sobald der ‚Plan‘ steht, wird er umgesetzt. An diesem Vormittag sah man auch den einen oder anderen Vater hier begeistert mitspielen.

Einer der drei Roboter, die Rainer Becker auf dem Tisch platziert hatte, war Cozmo. Er ist ein Mini-Roboter, der ebenfalls von der Firma Anki hergestellt wird. Mit ihm können Kinder spielen und auch Programmieren lernen. Cozmo besitzt die High Level-Qualitäten eines Tamagotchis und das Potential einer sogenannten ‘Emotion Engine‘. Die Reaktionen dieses kleinen Roboters sind variabel. Die Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten, die er durch seine ‘Erlebnisse‘ in der Interaktion mit seinem ‘Besitzer‘ und den drei mitgelieferten Sensoren-Würfeln dazu lernt, sind vom Hersteller beabsichtigt. Er trainiert sein digitales ‘Gedächtnis‘ und setzt die Erfahrungswerte in positive oder negative Emotionen um, verhält sich in der weiteren Kommunikation entsprechend, wodurch er immer menschlicher erscheint. Mehr als 800 Emotionen kann Cozmo zeigen – in einer Kombination aus Bewegung, Sprache und Augenkontakt. Wenn er sich freut, zeigt er auch schon mal einen Wheelie. Er kann auch seinen Besitzer mit Hilfe seines kleinen Greifarms mit einem fistbump (Faustgruß) begrüßen und ihm auf die Hände springen. Ob diese Art der Kommunikation auch in der Kulturschmiede stattfand, könnten die jungen Besucher erzählen, die ihn testeten. In den Medien wird Cozmo als ‘Haustier der Zukunft‘ bezeichnet.

Ein Kamerad von Cozmo war Coji, ein kleiner Roboter für jüngere Kinder mit einfacher Programmierung. Er reagiert nicht nur auf Kippen, Schütteln und Stupsen, man kann ihn auch per App mit Hilfe von Emojis steuern. In der Kulturschmiede konnten die Kiddies mit ihm Spiele spielen, die das Erinnerungsvermögen, logisches Denken und Probleme innerhalb eines Spieles lösen. Schon Kindergartenkinder können mit Coji auf einfachste Weise Programmieren lernen.

Viel Aufmerksamkeit erhielt auch die ‘Leseeule‘, vorgestellt von Gerald Ram. Es handelt sich hierbei um ein intelligentes Vorlesegerät, das in der Lage ist, Kinderbücher vorzulesen, die ein Erwachsener vorher eingelesen hat. Die Sprache lässt sich sogar soweit verändern, dass sie wie eine Melodie klingt. Das Vorlesen in Fremdsprachen ist auch kein Problem, wenn die jeweilige Sprache vorher gespeichert wurde. So soll auch dem Kind beim Lernen von Fremdsprachen geholfen werden. Während des Workshops wurde diese Fähigkeit der digitalen Eule immer wieder ausprobiert: man hielt einen Finger auf ein Wort im Buch und die Eule sprach das Wort z. B. auf Englisch vor.

Die größte Attraktion dieses Vormittags war für die Neugierigen mit Sicherheit Pepper. Pepper ist ein humanoider Roboter, ein ‘companion robot‘, der darauf programmiert ist, Menschen und deren Mimik zu analysieren und auf diese Gefühlszustände zu reagieren. Er ist ein französisch-japanisches Gemeinschaftsprodukt. Schon sein kindliches Erscheinungsbild animierte die Gäste zur direkten Kontaktaufnahme. Pepper ist 1,20 m groß und noch vielseitiger als alle bislang hier vorgestellten Roboter. Das schlägt sich auch im Preis nieder, denn er kostet so viel wie ein neuer Kleinwagen. In der Kulturschmiede konnte man verschiedene Spiele mit ihm spielen – unter anderem ein Fragequiz, das auf dem Touchscreen seines Oberkörpers gezeigt wurde. Besonders spannend für die kleinen und großen Besucher war Peppers lustiges ‘Sich-Kaputt-Lachen‘ beim Streicheln seines Kopfes. Außerdem konnte man ihm Fragen stellen, die er lustig und locker beantwortete. Viele ließen sich gerne mit diesem außergewöhnlichen digitalen Kameraden fotografieren.
Der Workshop wurde mit Buchempfehlungen zu den Themen Digitalisierung und Robotik sowie mit Informationen zu Roboterethik abgerundet.

Andrea Bogner